Systemisches Denken und Behinderung

von Prof. Dr. Kai-Uwe Schablon

Prof. Dr. Kai-Uwe Schablon lehrt seit März 2011 an der Katholischen Hochschule in Münster als Professor für Heilpädagogik. Schaut man in die Liste seiner Veröffentlichungen, so findet man unter seinen ersten Artikeln zwei Texte, die er 1996 und 1997 für das ISS´ES schrieb. Damals war er noch nicht in akademischen Würden und nahm an einem Grundkurs in systemischer Beratung am ISS teil.

In beiden Texten steht der Begriff der Behinderung im Mittelpunkt, die diskutierten Probleme reichen in ihrer Bedeutung aber weit darüber hinaus: In „Systemisches Denken und Behinderung“ thematisiert der Autor die Schwierigkeiten, die sich auch SystemikerInnen bei der Bestimmung dessen ergeben, was den „Begriff des Menschseins“ ausmacht und zeigt anhand der Proteste von Behinderten-Gruppen rund um den Heidelberger Systemiker-Kongress „Science/ Fiction“ im Jahr 1996 welche handfesten politischen und ethischen Konsequenzen solche theoretischen Diskussionen haben.

 

Auch der Artikel „Systemisches Denken und Diagnostik“ berührt Fragen, die gerade wieder im Zuge der Diskussion um „störungsspezifisches Wissen“ eine Neu-Auflage erfahren: Hier geht es darum, wie eine Form der Diagnostik aussehen könnte, die mit den Grundannahmen systemischen Denkens kompatibel ist. Nach einer Übersicht über verschiedene diagnostische Ansätze stellt Kai-Uwe Schablon mit der Syndromanalyse ein Verfahren vor, das SystemikerInnen interessante Anregungen vermittelt.

Beide Artikel können Sie hier als PDF-Datei herunter laden:

Systemisches Denken und Behinderung.pdf

Systemisches Denken und Diagnostik.pdf

(Erstveröffentlichung 1996 und 1997; wieder veröffentlicht 3/2011)

(Das ISS'ES versteht sich als Diskussionsforum, das allen Mitgliedern des ISS offen steht. Die Beiträge geben daher nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion oder gar die „des Instituts“ wieder.)

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