Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

Zum Umgang mit Krisen aus systemischer Sicht
von Frauke Scherotzki-Hanninger und Birgit Heißenbüttel

Zusammenfassung
Glück und Pech sind im systemischen Verständnis Konstruktionen, die Beobachter herstellen. Wir möchten zu einem gedanklichen Spaziergang anregen, diese Konstrukte zueinander in Beziehung zu setzen und sich auf die Sichtweise einzulassen, Glück und Krise als Ressourcen zu verstehen, die bei der Beratung in Krisensystemen gemeinsam zu neuer Sinngenerierung anregen. Krise wird von uns als Wendepunkt verstanden, der einen schöpferischen Prozess anstößt. Als Beratende da zu sein, heißt dann, das System in der „Inkubationsphase“ zu begleiten und beim Wendepunkt den Prozess neuer Sinnkonstruktion zu befördern. Wir können uns dabei Verena Kast (1992). anschließen, die den von uns beschriebenen Prozess als not-wendig in Krisensituationen beschreibt. Zur Stabilisierung eines Krisensystems, dessen Fähig-keit zur Selbstorganisation bedroht ist, lassen sich dabei Methoden aus der psychologischen Glücksforschung einsetzen.

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(Erstveröffentlichung 2012)

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