Die Bedeutung von Nicht-Veränderung

Im Rahmen des „Forum Rehabilitation“ im Sommer 2000 im CCH trugen drei Mitarbeiter bzw. damalige Weiterbildungsteilnehmer des ISS (Ulrich Wilken, Hanns-Henning Keese, Dr. med. Michael Rufer) jeweils einen Beitrag zur Bedeutung von „Nicht-Veränderung“ vor. Im Heft 14 des ISS´ES wurden diese äußerst anregenden Texte erstmals veröffentlicht.

Lösungsorientierte Beratung und Therapie geht davon aus, dass KlientInnen, die ein Veränderungsanliegen äußern, dies auch realisieren können, wenn wir sie dabei unterstützen, sich ihrer Ressourcen bewusst zu werden und ihre Ziele zu konkretisieren. Diese Annahme ist oftmals außerordentlich hilfreich, doch stoßen wir in der Praxis auf Situationen, in denen sich Menschen scheinbar nicht verändern wollen. Ulrich Wilken stellt einige Ideen vor, wie man diesen „Widerstand“ verstehen kann und wie ein therapeutisches Ambivalenz-Management aussehen kann, dass die (emotionale) Widersprüchlichkeit von Menschen respektiert.

Den Artikel können sie hier als PDF-Datei herunter laden:

Die Bedeutung von Nicht-Veränderung aus systemischer Sicht.pdf

(Erstveröffentlichung 2000, wieder veröffentlicht 3/2011)

 

Hanns-Henning Keese arbeitet seit vielen Jahren als gesetzlicher Betreuer mit Menschen, die als geistig behindert und/oder psychisch krank gelten. An Beispielen aus seiner Praxis beschreibt er das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen nach „Anpassung“ und damit Veränderung der Patienten und deren häufigem Beharren auf einem abweichenden Lebensentwurf (also auf Nicht-Veränderung). Hanns-Henning Keese beschreibt, welche ethischen Überlegungen sein Handeln leiten und welche praktischen Konsequenzen dies hat.

Den Artikel können sie hier als PDF-Datei herunter laden:

Die Bedeutung von Nicht-Veränderung aus betreuerischer Sicht.pdf

(Erstveröffentlichung 2000, wieder veröffentlicht 3/2011)

 

PD Dr. med. Michael Rufer (damals Oberarzt am UKE, heute Klinikdirektor der psychiatrischen Poliklinik am Universitätsspital Zürich) stellt eine Untersuchung von Verhaltenstherapie-PatientInnen am UKE vor, aufgrund derer er zu der Aussage kommt: „Es ist meiner Meinung nach die Verantwortung der TherapeutInnen, Nicht-Veränderung ihrer PatientInnen nicht zu früh zu früh zu akzeptieren und großen Wert auf die Förderung von Therapie- und Veränderungsmotivation zu legen.“ Daher plädiert er für die Bereitschaft der TherapeutInnen, sich im Therapieprozess zu verändern!

Den Artikel können sie hier als PDF-Datei herunter laden:

Zur Bedeutung von Nicht-Veränderung aus verhaltenstherapeutischer Sicht.pdf

(Erstveröffentlichung 2000, wieder veröffentlicht 3/2011)

 

(Das ISS'ES versteht sich als Diskussionsforum, das allen Mitgliedern des ISS offen steht. Die Beiträge geben daher nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion oder gar die „des Instituts“ wieder.)

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