Dialoge

Mit der Veranstaltungsreihe "Dialoge" bietet das Institut seinen Mitgliedern, aber auch anderen Interessierten, ein exklusives Diskussionsforum mit ausgewiesenen WissenschaftlerInnen an, die für die systemische Theorie und Praxis von herausragender Bedeutung sind. Die Dialoge finden jeweils an einem Dienstag in der Zeit von 10:00 – 17:00 Uhr in den Räumen des Instituts statt.

Kosten: Mitglieder des ISS und Studierende (wenn Plätze frei bleiben) EUR 25,--, TeilnehmerInnen der laufenden Weiterbildungen EUR 50,--, Nichtmitglieder EUR 80,--. Um Anmeldung wird gebeten.

Dialog D 2019-1
Titel: Die Wehrmachtsausstellung oder Die Rückkehr der Täter.
Dialogpartner:

Hannes Heer, Jahrgang 1941 und prominenter 68er-Aktivist,  hat nach dem Studium der Geschichte und Germanistik als Radioredakteur, Theaterdramaturg, Filmregisseur, Leiter der Wehrmachtsausstellung und zuletzt als Kurator der Ausstellung „Verstummte Stimmen“ gearbeitet, in der die Geschichte der Vertreibung meist jüdischer Künstler 1933 aus den deutschen Opernhäusern und Theatern erzählt wird. Die Fallstudie zu den Bayreuther Festspielen steht seit 2015 als Dauerausstellung auf dem Bayreuther Festspielhügel.   

Zeit: Dienstag, den 04.06.2019 , (10:00 - 17:00 Uhr)
Inhalt:

Im Anschluss an ein außerordentlich intensives Kolloquium mit Herrn Heer 2017 mit lebhafter Debatte über politische Implikationen unserer therapeutisch-beraterischen Arbeit soll nun im erweiterten Zeitrahmen eines Dialoges Historie und Rezeptionsverlauf der Hamburger Wehrmachtsausstellung von 1995 bis 1999 dargestellt und diskutiert werden. In der systemischen Theorie und Praxis gewinnen narrative Konzepte eine immer größere Bedeutung. Dieses soll sich widerspiegeln in einem Vortragsteil des Ausstellungsmachers von 1995, ergänzt und erweitert durch den Dokumentarfilm  „Jenseits des Krieges“, den Ruth Beckermann mit Besuchern der Ausstellung in Wien 1995 gedreht hat. Kriegskinder, Kriegsenkel, Erinnerungsarbeit, Legendenbildung, diese und weitere Stichworte können uns in dialogischer Form durch den Tag leiten.

Literatur: Vom Verschwinden der Täter. Aufbau, Berlin 2004; „Hitler war’s“, Aufbau, Berlin 2005;  Heer u. a. (Hg.) : Verstummte Stimmen. Die Bayreuther Festspiele und die ‚Juden‘ 1876 bis 1945. Metropol, Berlin 2012;  Der Skandal als vorlauter Bote. Deutsche Geschichtsdebatten als Generationengespräch, in: J. Lohl, A. Moré (Hg.): Unbewusste Erbschaften des Nationalsozialismus. Psychosozial-Verlag, Gießen 2014, S. 25-145.

Kosten:

EUR 80,--

 

Mitglieder des ISS und Studierende (wenn Plätze frei sind) EUR 25,--, TeilnehmerInnen der laufenden Weiterbildungen EUR 50,--



Dialog D 2019-2
Titel: Philosophische Grundlagen der systemischen Theorie: „Was ist der Mensch?“ - Anthropologien hinter der systemischen Theorie.
Dialogpartner:

Dr. med. Dr. phil. Karl-Heinz Reger, Lehrtherapeut am ISS in Hamburg, hat sich in seinem Philosophiestudium an der Universität Kiel, besonders bei dem dort lehrenden Philosophen Manfred Sommer, immer wieder mit Fragen der Anthropologie auseinandergesetzt.                                            

Zeit: Dienstag, den 03.12.2019 , (10:00 - 17:00 Uhr)
Inhalt:

Systemische Theorie spricht häufig von einem spezifischen Menschenbild. Angebot dieses Dialog-Tages ist es, nicht nur über einen einzelnen Autoren oder eine Schule nachzudenken, sondern die Frage nach dem Wesen oder der Bestimmung oder der Beschreibung des Menschen in den Blick zu nehmen. Für Kant mündete alle Philosophie in diese Frage: „Was ist der Mensch?“ Aus systemischer Sicht können wir formulieren: „Was beobachten wir eigentlich, wenn wir Menschen beobachten?“ Vorgestellt werden so provokante Antworten wie „ein Wilder“ (Marx) „von schwacher Intelligenz“ (Freud), „das nicht festgestellte Thier“ (Nietzsche), „das schwindelt“ (Poe), „ein Mängelwesen“  (Gehlen), der Mensch sei „ausreichend“ (Sommer) und „genügend gut“ (Reger) und etliche weitere. Jede Teilnehmerin ist eingeladen, ihren eigenen Definitionsversuch aus je eigener Perspektive beizutragen und an dem gemeinsamen, sicherlich unterhaltsamen Tag zu entwickeln. Es ist keine bestimmte vorherige Lektüre erforderlich! Angeregt wird vielleicht eine kleine Meditation vor dem eigenen Bücherregal oder der Schachtel mit alten Briefen.

Kosten:

EUR 80,--

 

Mitglieder des ISS und Studierende (wenn Plätze frei sind) EUR 25,--, TeilnehmerInnen der laufenden Weiterbildungen EUR 50,--



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