Dialoge

Mit der Veranstaltungsreihe "Dialoge" bietet das Institut seinen Mitgliedern, aber auch anderen Interessierten, ein exklusives Diskussionsforum mit ausgewiesenen WissenschaftlerInnen an, die für die systemische Theorie und Praxis von herausragender Bedeutung sind. Die Dialoge finden jeweils an einem Dienstag in der Zeit von 10:00 – 17:00 Uhr in den Räumen des Instituts statt.

Kosten: Mitglieder des ISS und Studierende (wenn Plätze frei bleiben) EUR 25,--, TeilnehmerInnen der laufenden Weiterbildungen EUR 50,--, Nichtmitglieder EUR 80,--. Um Anmeldung wird gebeten.

Dialog D 2020-1
Titel: „Vagheit und Unschärfe systemisch betrachtet“
Dialogpartner:

Prof. Dr. Beacker kam schon mehrfach für Dialoge an unser Institut, als er Kulturtheorie und Kulturanalyse an der Zeppelin-University in Friedrichshafen lehrte. Seit 2015 ist er wieder an seinem alten Wirkungsort an der Universität Witten/Herdecke, nun auf dem Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management im Studium fundamentale.

Zeit: Dienstag, den 27.10.2020 , (10:00 - 17:00 Uhr)
Inhalt:

Im Formkalkül Spencer-Browns steht der Re-entry für die Wiedereinführung der Unterscheidung in die Form der Unterscheidung. Die Unterscheidung wird dadurch reflektiert, also geschwächt. Sie wird daraufhin überprüft, was sie unterscheidet und wer sie trifft und in beiden Hinsichten kontingent gesetzt. Doch nur so, das wäre die These, wird die Unterscheidung um ihre eindeutige Bestimmtheit und damit auch eindeutige Gewalt (Johan Galtung) gebracht. Menschlich und gesellschaftlich brauchbar sind nur reflektierte, geschwächte und somit flexibel und situativ angepasste Unterscheidungen. Vagheit und Unschärfe sind Einladungen zu einer Kommunikation, die mit jedem Schritt Offenheit sowohl verliert als auch gewinnt.
Literatur zur Einführung: Johan Galtung, Cultural Violence, Journal of Peace Research 27 (1990) 291–305; Italo Calvino, Sechs Vorschläge für das nächste Jahrtausend: Harvard-Vorlesungen, dt. München 1991, S. 81ff. („Genauigkeit“)
Neueste Buchveröffentlichungen: Neurosoziologie: Ein Versuch, Berlin 2014; Wozu Theorie? Aufsätze, Berlin 2016; 4.0 oder Die Lücke die der Rechner lässt, Leipzig 2018; Intelligenz, künstlich und komplex, Leipzig 2019.

Die Akkreditierung durch die Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammer Hamburg ist beantragt.

Kosten:

EUR 80,--

 

Mitglieder des ISS und Studierende (wenn Plätze frei sind) EUR 25,--, TeilnehmerInnen der laufenden Weiterbildungen EUR 50,--



Dialog D 2020-2
Titel: Burn-out-Prophylaxe für Therapeuten und Berater
Dialogpartner:

Britta Woltereck ist Pädagogin M. A., Dipl. Supervisorin (DGSv), Psychotherapeutin (HPG) mit Fortbildung in Gestalttherapie, Psychodrama, EFT und Traumatherapie (EMDR). 1983 – 1992 Gründerin und Mitarbeiterin der „Therapeutischen Frauenberatung e.V.“ Göttingen, 1992 -2000 Mitarbeiterin bei „FrauenTraum e.V.“ Berlin, seit 2001 Gemeinschaftspraxis bzw. eigene Praxis in Berlin und Dozentin im Institut für Traumatherapie Oliver Schubbe und für das Institut Berlin.

 

Zeit: Dienstag, den 01.12.2020 , (10:00 - 17:00 Uhr)
Inhalt:

Wie in Dialogen mit Frau Woltereck 2014 und 2016, die sehr großen
Anklang fanden, ist es Ziel auch dieses Dialogtages, das ganz eigene persönliche
Selbstfürsorgeprofil herauszuarbeiten, um den beraterischen und therapeutischen
(Arbeits-) Alltag leichter und kraftvoller werden zu lassen.
 
Die Referentin vermittelt uns Grundlagen der wissenschaftlichen Theorien aus der
Forschung zu Leben und Arbeiten in Organisationen, Sekundärtraumatisierung,
Salutogenese, Resilienzforschung und Positiver Psychologie und wechselt diesen
Input ab mit selbsterfahrungsbezogenen Übungen in Einzel- und Gruppenarbeit.
Spezifischer als im ersten Dialog, dessen Kenntnisse nicht vorausgesetzt sind, soll
die direkte Burn-out-Prophylaxe im Zentrum des Austausches stehen.
Die innere Bereitschaft, sich vor sich und den anderen Teilnehmern
kontextangemessen zu öffnen, wird vorausgesetzt. Alle Teilnehmer erhalten ein
begleitendes Hand-out.

Die Akkreditierung durch die Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammer Hamburg ist beantragt.

Kosten:

EUR 80,--

 

Mitglieder des ISS und Studierende (wenn Plätze frei sind) EUR 25,--, TeilnehmerInnen der laufenden Weiterbildungen EUR 50,--



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